Soll der Meisterbrief bald abgeschafft werden?

Anfang des Jahres hatte die EU-Kommission Vorschläge für ein Dienstleistungspaket vorgelegt. Darin war u. a. eine Prüfung der nationalen Vorschriften für reglementierte Berufe vorgesehen. Diese allgemeine Aussage wurde in den Medien so interpretiert, dass die EU-Kommission den deutschen Meisterbrief in Frage stelle. Diesen Spekulationen widersprach die Kommission in einer Pressemitteilung, die in der letzten Woche veröffentlicht wurde.

„Entgegen anderslautender Behauptungen will die EU-Kommission den deutschen Meisterbrief nicht abschaffen. Die Berufszugangsvoraussetzungen bleiben nationale Kompetenz. Und es steht Deutschland weiterhin frei, die Spielregeln für Anbieter von Dienstleistungen festzulegen und zu kontrollieren, wer Zugang zum deutschen Markt bekommt“, so die Kommission in ihrer Mitteilung.

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Kein Gründergeist an deutschen Schulen

Pädagogen inspirieren ihre Schüler nicht gerade zur Gründung eines eigenen Unternehmens bzw. Startups. Dies ergab eine aktuelle Befragung von 505 Lehrern der Sekundarstufe I im Auftrag des Digitalverbands Bitkom.

So würden fast zwei Drittel der befragten Lehrer (64 Prozent) ihren Schülern davon abraten, nach ihrer Ausbildung ein Startup zu gründen. Gerade einmal jeder vierte Lehrer (24 Prozent) würde eine Gründung empfehlen. Mehr als jeder dritte Lehrer (38 Prozent) gab an, IT-Grundkenntnisse sowie Programmiererfahrung von Schulabgängern seien für die Wirtschaft nicht wichtig.

Aus Sicht der Digitalwirtschaft ist die tendenziell negative Einstellung der Lehrer zum Thema Existenzgründung ein besorgniserregendes Ergebnis. „Schule muss unternehmerisches Denken vermitteln, wenn wir es in Deutschland mit einer Gründungskultur ernst meinen. Und Schule muss Raum für Kreativität schaffen und Wege zeigen, Probleme und Herausforderungen unternehmerisch anzugehen“, so Bitkom-Geschäftsleiter Niklas Veltkamp in einer Pressemitteilung. Als Lösungsansatz schlägt der Digitalverband vor, Gründungswettbewerbe und Planspiele an Schulen durchzuführen und starre Lehrpläne zu lockern. Zudem fehle es an Schulen an Vorbildern aus der Start-up-Szene. Deshalb müsse der Austausch mit Gründern gefördert werden.

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Gründerförderung durch die Arbeitsagenturen weiterhin auf niedrigem Niveau

Auch im zweiten Quartal waren die Arbeitsagenturen eher zurückhaltend, was die Unterstützung von Arbeitslosen beim Schritt in die Selbstständigkeit angeht. Zwar nahm die Zahl der geförderten Existenzgründer im April deutlich zu. Diese erfreuliche Entwicklung wurde allerdings in den Folgemonat nicht fortgesetzt.

Im zweiten Quartal des Jahres wurden insgesamt 9.980 Anträge auf Gründungszuschuss, Einstiegsgeld und Leistungen zur Eingliederungen durch die Arbeitsagenturen genehmigt. Damit konnte das Niveau des ersten Quartals, in dem 10.001 Anträge genehmigt wurden, annähernd gehalten werden.

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Tätowierer müssen Befähigungsnachweise erbringen

Wer sich als Tätowierer selbstständig machen will, kann dies bislang ohne Befähigungsnachweis oder Ausbildungsabschluss tun. Eine einfache Gewerbeanmeldung reicht aus. Der Bundesminister für den gesundheitlichen Verbraucherschutz, Christian Schmidt, will dies nun ändern und das Tätowiergewerbe reglementieren.

„Als Bundesminister für den gesundheitlichen Verbraucherschutz setze ich mich für europaweite Regelungen zu chemischen Stoffen in Tätowiermitteln sowie für Verbesserungen bei der Hygiene ein. Außerdem unterstütze ich die Forderung des Bundesverbandes Tattoo e.V. nach der Einführung von Befähigungsnachweisen. Wer so eine sensible Arbeit macht und damit Einfluss auf die Gesundheit der Verbraucher hat, muss sein Handwerk – nachweisbar – beherrschen. Darüber hinaus ist Aufklärung wichtig. Jeder, der Lust auf ein Tattoo hat, sollte verlässliche Informationen bekommen“, so Schmidt in einer Pressemitteilung.

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Gründungen im Nebenerwerb weiter auf dem Vormarsch

Mehr als 20 Prozent der in den letzten Jahren gegründeten Unternehmen wurden im Nebengewerbe gegründet. Dies ist ein Ergebnis des Mannheimer Gründungspanels 2014, einer Befragung, die alljährlich vom Zentrum für Europäische Wirtschaftsforschung (ZEW) durchgeführt wird.

Überdurchschnittlich viele Nebenerwerbsgründungen sind in den technologieintensiven Wirtschaftszweigen des verarbeitenden Gewerbes zu beobachten (28 Prozent). Auch bei den nicht-technischen Beratungsdienstleistungen ist die Nebenerwerbsgründung sehr verbreitet (26 Prozent).

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Wann gilt man als Freiberufler, wann als Gewerbetreibender?

Gerade bei Existenzgründern stellt sich häufig die Frage, ob die geplante selbstständige Tätigkeit freiberuflich oder gewerblich ausgeübt wird. Spätestens, wenn die Finanzämter nach der Gründung Gewerbesteuern nachfordern, müssen Gerichte entscheiden, ob ein freier Beruf oder ein Gewerbe vorliegt. Dies war aktuell auch bei einem selbstständigen Politikberater und einem Blindenführhunde-Ausbilder der Fall.

Politikberater

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Gründungen in Deutschland leicht rückläufig

Die bundesweite Gründungsneigung war im Jahre 2010 leicht rückläufig. Dies geht aus dem NUI-Regionenranking 2010 hervor, das jetzt vom Institut für Mittelstandsforschung (IfM) veröffentlicht worden ist.

Kern des Rankings ist der so genannte NUI-Indikator, der die Zahl der Gewerbeanmeldungen ins Verhältnis zur erwerbsfähigen Wohnbevölkerung einer Region setzt. Den höchsten NUI-Wert konnte Offenbach am Main verzeichnen. Hier wurden in 2010 über 510 Gewerbe je 10 Tausend Einwohner im erwerbsfähigen Alter angemeldet. Schlusslicht des Rankings ist der thüringische Kreis Hildburghausen mit einem NUI-Wert von 79,7. Der durchschnittliche NUI-Wert in Deutschland lag bei 158,9.

NUI Regionenranking 2010

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