VZ vs. FB – VZwerbefabrik öffnet Tore

Facebook hat es vorgemacht: Mit dem „Werbe-Wizard“ lassen sich schnell und unkompliziert individuelle Werbekampagnen erstellen und verwalten. Zweifellos hat Facebook dadurch zahllose neue Werbekunden für sich gewinnen können und auch dem Suchmaschinen-Giganten Google ein Schnippchen geschlagen. Nun will auch die deutsche Konkurrenz der VZ-Netzwerke mitziehen: Mit der VZwerbefabrik nehmen die Hamburger die Verfolgung wieder auf.

Auf SchülerVZ kann übrigens zunächst nicht geworben werden. Nur auswählte Werbende dürfen ihre Anzeigen den vornehmlich Minderjährigen präsentieren.

Kopie oder Evolution?

Es überrascht nicht, dass sich die VZwerbefabrik – wie viele Neuerungen der letzten Monate – stark an dem Facebook-Vorbild orientiert: Der erste Schritt ist bei beiden Netzwerken zunächst URL, Name und Text der Kampagne anzugeben. Die „Fabrik“ der VZ-Netzwerke analysiert jedoch das hochgeladene Bild und bewertet die Qualität. Liegt die Qualität unter 50 Prozent wird die Kampagne wahrscheinlich abgelehnt.So erkennt der Kunde direkt, ob er nicht doch ein Bild in höherer Auflösung auftreiben kann. Das spart dem Kunden und dem VZ-Team Zeit und Nerven.

TÜV Siegel nicht umsonst

Schritt Zwei ist bei beiden Konkurrenten das bestimmen der Zielgruppe. Während Facebook eine Differenzierung nach Interessen, Beziehungsstatus, Arbeitsplatz und Verbindungen auf Facebook erlaubt (und anhand der Kriterien auch direkt die Reichweite schätzt), kann man in der Werbefabrik lediglich nach Geschlecht, Alter und Region (auf Landkreis-Ebene) auswählen. Das mag zwar den Werbenden gewisse Möglichkeiten vorenthalten, demonstriert aber Sensibilität gegenüber den Daten der User. Gerade das eher kritische studentische Publikum von StudiVZ würde wohl bei zu viel Datenfreizügigkeit verschreckt und damit wäre ja auch niemandem geholfen.

Im Gegenteil zu Facebook bietet die Werbefabrik auch nicht die Möglichkeit für Impressionen zu zahlen (CPM), sondern bietet lediglich die Möglichkeit für Klicks zu bezahlen (CPR). Man kann jedoch wählen, ob das Programm den Preis laufen anpassen soll oder ob stets der Maximalpreis als CPR gewählt werden soll. Letzteres bietet sich vor allem an, wenn man die Klickzahl maximieren möchte. Abschließend bieten beide Programme eine Übersicht über die Kosten und Kampagnendetails.

Fazit – gut aber viel Verbesserungspotential

Man kann über die Kopierwut der VZ-Netzwerke schimpfen oder nicht. Facebook als größtes Social-Network setzt nunmal einfach die Standards. Es war nur eine Frage der Zeit bis auch die VZ-Netzwerke eine ähnliche Möglichkeit für Werbekunden zu ihren Seiten hinzufügen. Es gibt jedoch noch Verbesserungspotenzial (z. B. wurden meine Kampagenbilder verzerrt oder falsch dargestellt). Die VZwerbefabrik  zwar nicht alle Möglichkeiten zum Targeting aus, bietet dafür quasi „von Natur aus“ eine sehr attraktive Zielgruppe.

Dieser Beitrag hat 2 Kommentare
  1. Facebook-Ads und die DirectAds bei LinkedIn sind in der Tat sehr verwandt. Und auch die VZwerbefabrik wird sicherlich den großen Vorbildern in der nächsten Zeit noch ähnlicher.

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