Plugin „Subscribe to Comments“ – Neue Abmahnfalle?

Das beliebte und bei Bloggern oft eingesetzte WordPress-Plugin „Subscribe to Comments“ verstößt wahrscheinlich gegen deutsches Recht. Das Plugin erzeugt besonders bei den Lesern und Kommentierenden einen enormen Nutzwert. So können Kommentarschreiber ein zusätzliches Häkchen aktivieren und werden dann über alle folgenden Kommentare per E-Mail informiert. Das E-Mail-Abo kann dabei jederzeit per Mausklick deaktiviert werden. Doch damit scheint es jetzt vorbei zu sein, denn viele Blogger haben sich aus Angst vor einer Abmahnung jetzt gegen dieses Plugin entschieden.

„Das Problem der Funktion: Die E-Mail-Adresse wird im Vorfeld nicht überprüft und bestätigt, jeder Nutzer kann im Feld “E-Mail” jede beliebige Adresse angeben. Mögliches Szenario: Dieses Feature wird missbraucht, indem eine fremde Mailadresse angegeben wird und die Benachrichtigungen über neue Kommentare landen dann bei jemandem, der sie nicht bestellt hat. Das klingt für manche sicher harmlos, aber genau diese Lücke im System ist der mögliche Auslöser einer Abmahnung.“

…, schreibt Jan Tißler vom Upload-Magazin, den es anscheinend schon getroffen hat.

Auch auf meinem Blog wurde das nützliche Tool bisweilen eingesetzt und auch ich habe es vorerst auf Empfehlung des Blogtrainers deaktiviert. Zu hoffen bleibt, dass es bald eine neues Release zu dem Plugin gibt, welches das „Double Opt-in”-Verfahren unterstützt.

Dieser Beitrag hat 5 Kommentare
  1. […] Steffen Klaus verweist auf Jan Tissler, dem Betreiber des bekannten Upload Magazins. Den es juristisch erwischt hat, da er das Plugin Subscribe to Comments einsetzt. Das User auf neue Kommentare per Mail hinweist. Warum? Na, das Plugin kennt kein Double-Opt-In Verfahren, was angeblich hierzulande der Standard für kommerzielle Webseiten ist (zB bei Newslettern). Verfasst ein Leser einen Kommentar mit einer fremden Mailaddie, bekommt diese Person eine Mailbenachrichtigung, die sie nicht bestellt hat. Und kann dann dummerweise, wenns ein etwas schräger Bürger ist, vor Gericht jammern “Mama, ich habe Spam bekommen, muääähhhh…”. […]

  2. Ist ja nun schon sehr lange her, aber ich wollte mal hier nachschauen, hat sich da etwas neues ergeben, mehr Abmahnungen oder ist es jetzt erlaubt?

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